Ich habe mein Home‑Assistant‑Setup vor kurzem vom alten Raspberry Pi auf einen Intel‑Mini‑PC migriert — und dabei besonders darauf geachtet, dass keine meiner Automationen verloren geht. In diesem Artikel teile ich meine Schritt‑für‑Schritt‑Erfahrung, Tipps für Fallstricke und pragmatische Lösungen für Zigbee/Z‑Wave‑Sticks, Datenbanken, Add‑ons und Netzwerk. Wenn du ähnlich wie ich ein stabiles Smart‑Home betreibst, willst du beim Umzug nichts riskieren. Los geht’s.
Vorbereitung: Was du wissen und bereitstellen solltest
Bevor du beginnst, halte diese Dinge bereit:
Ich empfehle, das Zielsystem (Mini‑PC) bereits mit dem gewünschten Betriebssystem oder der VM bereitzustellen: Home Assistant OS, Home Assistant Supervised auf Debian oder als Docker/VM (Home Assistant Container/Core). Für die einfachste Migration eignet sich Home Assistant OS oder eine VM mit Home Assistant OS, weil Snapshots dort nativ wiederhergestellt werden.
Backup erstellen: So sicherst du wirklich alles
Erstelle zuerst ein vollständiges Snapshot in Supervisor → System → Snapshots. Ich erstelle bei Migrationen immer ein vollständiges Snapshot inklusive Add‑ons, Konfigurationen, Schlüssel und Datenbanken. Exportiere das Snapshot lokal auf deinen Rechner oder in einen Cloud‑Ordner (z. B. via Samba‑Share, SCP oder Dropbox).
Wenn du eine manuelle Konfiguration (z. B. Home Assistant Core in venv) betreibst, sichere zusätzlich die Verzeichnisse ~/.homeassistant, configuration.yaml und eventuell Datenbankdateien (home-assistant_v2.db).
Zigbee & Z‑Wave: Wie du Funk‑Sticks korrekt überführst
Das ist einer der kritischen Punkte, an dem oft Probleme auftreten. Meine Erfahrung:
Beispiel udev‑Regel ( /etc/udev/rules.d/99-zwave.rules ):
Für ZwaveJS kannst du auch Backup/Restore des Z‑Wave‑Netzwerks nutzen (zwave-js-server2 bietet Optionen). Bei Zigbee2MQTT gibt es ein Backup der Datenbank (database.db). Kopiere diese Dateien in das neue System in das entsprechende Add‑on‑Verzeichnis.
Zielsystem einrichten: OS, VM oder Docker?
Entscheide, wie du Home Assistant künftig betreiben willst:
Ich habe mich für Home Assistant OS in einer VM auf dem Mini‑PC entschieden: So kann ich später Snapshots des kompletten VMs machen und das System isoliert betreiben. Wenn du Proxmox nutzt, lege einfach eine neue VM an und installiere HA‑OS‑Image.
Snapshot übertragen und wiederherstellen
Wenn dein Ziel HA‑OS verwendet, geh so vor:
Wenn du aber von Core/Container zu HA‑OS wechselst, kopiere manuell das Verzeichnis config/ oder benutze das Snapshot‑Tar‑Archiv und entpacke es in /config auf dem Ziel.
Netzwerk, IP‑Änderungen und DNS
Nach dem Restore ist es wichtig, Netzwerkdienste zu prüfen:
Datenbanken und Performance
Die Standard‑SQLite‑Datenbank ist oft in Ordnung, aber auf einem Mini‑PC lohnt sich MariaDB/MySQL für Performance. Wenn du die Recorder‑Datenbank migrierst, kopiere die home-assistant_v2.db oder exportiere/importiere in MariaDB. Achtung: Unterschiedliche HA‑Versionen können DB‑Inkompatibilitäten verursachen — am besten vorher kontrollieren.
Add‑ons, Integrationen und API‑Keys
Nach dem Restore prüfe folgende Punkte:
Testen, Verifizieren und Failback‑Plan
Bevor du den alten Pi endgültig abschaltest:
Wichtig: Dokumentiere Änderungen (IP, Device‑Namen, udev‑Regeln), damit zukünftige Migrationen oder Fehleranalysen einfacher sind. Ich habe mir eine kleine Checkliste in Notion angelegt — das hat mir viel Zeit gespart.
Häufige Probleme und schnelle Lösungen
Wenn du beim Migrieren auf ein konkretes Problem stößt, schreib mir gern die Fehlermeldungen oder die Konfiguration — ich helfe dir, gezielt weiterzugehen. Ich persönlich finde, dass mit guter Vorbereitung und Schritt‑für‑Schritt‑Vorgehen die Migration deutlich entspannter läuft als befürchtet.